Ein Kunstprojekt von Simona Horowitz und Marianne Pape. ©2023 we-cocon.de

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Station 2

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Nicht verheiratet zu sein bedeutete für die Frauen in der damaligen Zeit, von vornherein am Rande der Gesellschaft zu leben. Ein uneheliches Kind zur Welt zu bringen war nicht nur eine Schandtat sondern auch eine Straftat, ein sogenanntes „Unzuchtsvergehen“ das mit einer „Scortationsstrafe“ belegt wurde: 20 Gulden für die erste Schwängerung, 40 für die nächste usw. Arme Frauen konnten der Strafe allerdings dann entgehen, wenn sie ihr Kind im Tübinger Klinikum oder im Katharinenhospital entbinden ließen. Das war bei den Frauen jedoch gefürchtet, sie waren dort „Anschauungsmaterial“ für den Unterricht der jungen Ärzte.

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Auch wenn sich in unserer Zeit die gesellschaftlichen Bedingungen in vielerlei Hinsicht zum positiven entwickelt haben zeigt es sich, dass ledige Mütter weiterhin in Sorge um ihre Existenz leben müssen und auch das Leben ihrer Kinder ständig von Armut bedroht ist.

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Nicht verheiratet zu sein bedeutete für die Frauen in der damaligen Zeit, von vornherein am Rande der Gesellschaft zu leben. Ein uneheliches Kind zur Welt zu bringen war nicht nur eine Schandtat sondern auch eine Straftat, ein sogenanntes „Unzuchtsvergehen“ das mit einer „Scortationsstrafe“ belegt wurde: 20 Gulden für die erste Schwängerung, 40 für die nächste usw. Arme Frauen konnten der Strafe allerdings dann entgehen, wenn sie ihr Kind im Tübinger Klinikum oder im Katharinenhospital entbinden ließen. Das war bei den Frauen jedoch gefürchtet, sie waren dort „Anschauungsmaterial“ für den Unterricht der jungen Ärzte.

Auch wenn sich in unserer Zeit die gesellschaftlichen Bedingungen in vielerlei Hinsicht zum positiven entwickelt haben zeigt es sich, dass ledige Mütter weiterhin in Sorge um ihre Existenz leben müssen und auch das Leben ihrer Kinder ständig von Armut bedroht ist.

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